WICHTIGER HINWEIS - Bitte unbedingt zur Kenntnis nehmen !

Nachfolgend finden Sie nähere Informationen zu einigen bei uns durchgeführten speziellen Untersuchungsverfahren. Es handelt sich dabei im Einzelnen um MRT-Untersuchungen der Blutgefäße (MR- Angio), des Herzens (MR- Kardio) oder der weiblichen Brust (MR- Mammographie). Alle genannten Untersuchungen benötigen speziell geeignete MRT-Geräte mit höherer Leistung im Vergleich zum herkömmlichen MRT. Modernste Computersoftware und die Bild-Nachbearbeitung durch erfahrene Radiologen ermöglichen anschließend eine sehr hohe Aussagekraft dieser Untersuchungsmethoden. Zur besseren Beurteilung der erzeugten Schnittbilder, ist es in diesen Fällen notwendig, spezielle Kontrastmittel über eine Vene zu verabreichen. Über den Ablauf und die Art des Kontrastmittels werden Sie vor der Untersuchung von der/dem untersuchenden Ärztin/Arzt informiert und aufgeklärt.
Nach Überspielung der Bilddaten auf eine CD-ROM hat Ihr behandelnder Arzt die Möglichkeit, an seinem Praxiscomputer die Bilder und evtl. Video-Sequenzen anzusehen.
Die hier genannten speziellen Untersuchungsverfahren können alle ambulant durchgeführt werden können, das heißt, es ist kein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt notwendig.


 

MRT-Kernspintomographie
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Wann sind diese speziellen Untersuchungen sinnvoll ?
Je nach Untersuchungsziel dienen diese Methoden der Früherkennung und Vorsorge, der weiteren Abklärung nach bereits erfolgten Untersuchungen oder als gleichwertige risikoarme Alternative zu anderen Verfahren (z.B. Röntgenuntersuchung, CT, Mammografie).
Darüber hinaus sind diese hochmodernen Untersuchungen bis auf eine kleine Venenpunktion zur Kontrastmittelgabe „nicht-invasiv“, was bedeutet, dass auf den Einsatz von Kanülen, Sonden oder Kathetern verzichtet werden kann. Das macht diese Untersuchungen zu risikoarmen, aber höchst effektiven diagnostischen Verfahren.

 

MRT-Kernspintomographie
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Ablauf spezieller Untersuchungen

  • MR-Angio:
    Der Einsatz moderner Kontrastmittel und die dreidimensionale MR-Angiografie (Gefäßdarstellung) haben völlig neue Möglichkeiten der ambulanten und patientenschonenden Gefäßdiagnostik geschaffen. Die Untersuchungstechnik basiert auf der Kombination zweier wichtiger technischer Errungenschaften, nämlich der speziellen Darstellung des Blutgefäßsystems durch Kontrastmittel und der dreidimensionalen Rekonstruktion der erzeugten Bilder. Damit können die Blutgefäße analog der konventionellen Angiographie dargestellt werden ohne die Verwendung von Kathetern. Neben der Darstellung der großen Blutgefäße in Brust- und Bauchraum, können auch die Gefäße der Extremitäten einfach und in hoher Bildqualität abgebildet werden, um eventuelle Gefäßveränderungen sichtbar zu machen.
     

  • MR-Kardio
    Herz-Kreislauferkrankungen führen mit ihren fatalen Folgen, wie z.B. dem Herzinfarkt, die Todesstatistik in der westlichen Welt an. Bei einer Vielzahl von Herzerkrankungen bedarf es darum einer genauen bildlichen Darstellung von Organveränderungen am Herzen. Die Magnetresonanztomografie des Herzens bietet hier hervorragende Möglichkeiten der risikoarmen und dennoch detailgenauen Untersuchung ohne Röntgenstrahlen oder Herzkatheter. Dank moderner Hochleistungsrechner und entsprechender Software können wir anhand von 3D-Darstellungen „in Ihr Herz schauen“. Diese Technik erlaubt uns die Feststellung kleinster Veränderungen am Herzmuskel (Narben nach Herzinfarkt), an den Herzklappen (Funktionsstörungen) oder in den Herzkranzgefäßen (Verengungen).

    Ebenso kann die Leistung Ihres Herzens anhand der Herzmuskelbewegungen und der Pumpfunktion untersucht werden. Die Technik des Herz-MRT-Gerätes in unserer Praxis bietet die Möglichkeit einer äußerst schnellen Bildaufnahme, wodurch zahlreiche Bilderserien zu unterschiedlichen Phasen der Pumptätigkeit erfasst werden. In kurzen Videosequenzen können anschließend die komplexen Zusammenhänge der Herzfunktion aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden.

    Für die Dauer der MRT-Untersuchung des Herzens (ca. 45 Min.) liegen Sie auf der MRT-Untersuchungsliege (s. Link „Ablauf einer MRT-Untersuchung“) und werden mit dem Oberkörper in das Gerät vorgeschoben. Zunächst werden zwecks Darstellung der Herzstrukturen und der Ruheherzfunktion einige Bilder angefertigt unter Verwendung eines Kontrastmittels, welches Ihnen über eine ferngesteuerte Spritzenpumpe verabreicht wird. Anschließend wird mit Hilfe eines Medikamentes (Wirkstoff: Adenosin) eine Stresssituation des Herzens simuliert, um so die Anpassungsfähigkeit Ihres Herzens unter Belastung beurteilen zu können. Im Sinne einer zuverlässigen Überwachung stehen wir während der gesamten Untersuchung mit Ihnen in Kontakt und überwachen mit Hilfe eines an Ihrem Finger befestigten Fingerclips Ihre Herzfrequenz und den Sauerstoffgehalt Ihres Blutes (Pulsoximetrie).
     

  • MR-Mammografie
    Bei der Magnetresonanztomografie der Brust (kurz Mamma-MRT) werden mit Hilfe eines starken Magnetfeldes zahlreiche dünne Schichtbilder des Brustgewebes aufgenommen. Eine Strahlenbelastung durch Röntgenstrahlen, wie bei anderen Untersuchungen (Mammografie, Computertomografie), tritt nicht auf. Dieses Untersuchungsverfahren ist sehr empfindlich und kann Gewebeveränderungen sichtbar machen, die unter Umständen mit anderen Methoden wie der Mammografie nicht ausreichend darstellbar sind.
    Die verschiedenen Gewebe werden bei der MRT - je nach ihrem Wassergehalt - in unterschiedlichen Graustufen abgebildet. Weichteile, wie die Brustdrüse, zeigen in der MRT gute Kontraste, Knochen dagegen eher schlechte. Kontrastmittel verstärken die Helligkeits-Unterschiede zwischen den einzelnen Geweben. Diese Tatsache wird auch bei der MRT der Brust ausgenutzt: Sie erhalten während der Untersuchung über einen Zugang in der Armvene ein gut verträgliches, nicht jodhaltiges Kontrastmittel. Vor und nach Kontrastmittelgabe werden MRT-Bilder des Brustgewebes erstellt, um sie anschließend miteinander vergleichen zu können. Die Erstellung aussagekräftiger MRT-Bilder macht es notwendig, dass die Patientin in Bauchlage auf einem speziellen MRT-Tisch in das MRT-Gerät gefahren wird. Die Untersuchung dauert ca. 20 min.

    Die Brust-MRT ist ein hoch empfindliches und aussagekräftiges Untersuchungsverfahren in der Brustkrebsfrüherkennung. Neben der Mammographie und der Ultraschalluntersuchung der Brust ist sie ein weiterer wichtiger Bestandteil in der Diagnostik von Brustkrebs. Sie ist mittlerweile die sicherste Methode zum Nachweis sehr kleiner Brusttumoren. Sie zeigt Brustkrebs ab einer Größe von ca. 4-5 mm auch in dichtem Drüsengewebe. Sie kann weitere Informationen liefern, wenn nach einer Mammografie und einer Ultraschalluntersuchung unklare Befunde bestehen. Zusätzlich wird die Brust-MRT bei Risikopatientinnen eingesetzt, z.B. bei in der Familie bekannten Brustkrebsfällen. Außerdem kann bei Risikopatientinnen durch diese Untersuchungsart eine Strahlenbelastung, wie sie z.B. bei der Mammografie auftritt, vermieden werden. Neben der Früherkennung findet die Brust-MRT zudem Anwendung in der Verlaufskontrolle während oder nach einer Brustkrebstherapie (z.B. nach einer Brust-Op).