WICHTIGER HINWEIS - Bitte unbedingt zur Kenntnis nehmen !

Diagnostik des highgrade DCIS (Ductales carcinom in situ):
Kontrastverstärkte MRT trefflicher als Mammographie
Kuhl et al., Lancet 2007; 370; 485-492

Im Rahmen einer prospektiven Studie während eines Zeitraums von 5 Jahren wurden 7391 Frauen mit MRT und Mammographie untersucht. Bei193 Frauen kam es zur Diagnose DCIS. Bei 167 dieser 193 Frauen lieferte die Bildgebungs den diagnostischen Hinweis: Bei 152 (93 %) wurde die Diagnose per MRT gestellt, bei 93 (56 %) mittels Mammographie. Ein hoch aggressives DCIS lag in 89 Fällen vor. Die MRT erkannte 87 (98 %) dieser Fälle, die Mammographie hingegen nur 46 (52 %) alle in der Mammographie nicht erkannten Fälle wurden per MRT erkannt.
Als Grund dafür geben die Autoren an, dass sich besonders die schnell wachsenden Tumore meist nicht durch die in der Mammographie gut sichtbaren Verkalkungen bemerkbar machen sondern gut Vaskularisiert sind, so dass sie sich per Kontrastmittel in der MRT darstellen lassen.
Fazit: Die kontrastverstärkte MRT kann die DCIS Diagnostik deutlich verbessern.

Hintergrund der Studie:
Bei Patienten die sich mit akutem Brustschmerz in der Notaufnahme vorstellen ist ein systematisches Vorgehen erforderlich. Hierzu gehören das EKG und der Troponin-Test. Nach einem Ausschluss eines akuten Infarktes müssen relevante Koronarstenosen erkannt werden, die allerdings nicht selten mittels EKG und Labor unerkannt bleiben. Ziel der Studie war es, zu erfassen ob mittels der Stress-MRT beurteilt werden kann, welche dieser Patienten eine KHK oder zukünftige kardiale Ereignisse erleiden werden.

Studiendesign:
Im Rahmen der prospektiven Studie wurden 135 Patienten mittels Kardio-MRT untersucht, nachdem ein akuter Myokardinfarkt ausgeschlossen wurde. Primäres Ziel der Studie war die Erfassung einer signifikanten koronaren Herzerkrankung. Nach einem Jahr wurden die Patienten bzw. der behandelnde Arzt kontaktiert und bezüglich der Inzidenz einer Koronarstenose über 50 % mittels Angiographie-Nachweis, Myokardinfarkt oder Mortalität befragt.
Ergebnisse:
Die mittels Adenosin Stress-MRT erhobenen myokardialen Auffälligkeiten waren ein signifikanter prognostischer Faktor für die spätere Diagnose einer KHK, eines Myokardinfarktes oder Tod.
Fazit: Bei Patienten mit anhaltenden Brustschmerz und Infarktausschluss ermöglicht eine Adenosin Stress-MRT mit hoher Sensitivität und Spezifität eine Prädiktion, bei welchen Patienten es im einjährigen Verlauf zur KHK Erkrankung kommt.

Hintergrund der Studie:
Die Koronarangiographie stellt gegenwärtig die Standardmethode zur Diagnostik und therapeutischen Entscheidungsfindung bei Patienten mit koronaren Herzerkrankung dar. Bei Patienten mit Indikation zur Koronarangiographie nach ACC/AHA Klasse 2 ist der diagnostische Gewinn jedoch begrenzt so dass über das Erfordernis der invasiven Diagnostik kontrovers diskutiert werden kann. Zur Stufendiagnostik der KHK werden daher zunehmend nichtinvasive Methoden wie die Kardio-MRT eingesetzt. Mittels Kardio-MRT können genaue Informationen über myokardialen Ischämien mit hoher örtlicher und zeitlicher Auflösung sowie Funktion, Vitalität und Morphologie des Herzens abgeklärt werden, ohne invasiven Eingriff und Strahlenexposition. Sowohl in der Früherkennung als auch in der Infarktdiagnostik spielt das Kardio-MRT eine immer größere Rolle.
Ziel der Studie ist die Evaluation der klinischen Bedeutung des Kardio-MRT mit Adenosin- Stress bei Patienten mit Indikation zur Koronarangiographie nach ACC/AHA Klasse 2.
Studiendesign:
Insgesamt wurden 176 Patienten mit geplanter Koronarangiographie in die Studie eingeschlossen. Vor der Intervention unterzogen sich 171 Patienten einer Kardio-MRT mit Adenosin- Stress. Beurteilt wurden die Bilder von 2 unabhängigen Untersuchern, als klinische relevante Coronarstenose wurde eine Einengung von > 70 % definiert.

Ergebnisse:
Es zeigte sich eine hohe Assoziation zwischen den Ergebnissen des Kardio-MRT und der nachfolgenden Koronarangiographie. Wie im Kardio-MRT erfasst, hatten 109 (63,7 %) der Patienten relevante Perfusionsdefizite und eine entsprechende Koronararterienstenose > 70 %. Bei 4 (2,3 %) der Patienten zeigten sich falsch negative MRT Ergebnisse, bei 10 Patienten (5,8 %) zeigte das MRT ein falsch positives Ergebnis. Bei 58 (33,9 %) der Patienten fand sich keine relevante Stenose der Koronararterien korrekt im MRT erfasst bei 48 dieser Patienten. Die Sensitivität der Kardio-MRT Zuerkennung einer relevanten KHK betrug 0,96, die Spezifität lag bei 0,83, der positive und negative prädiktive Wert betrug jeweils 0,92.

Fazit:
Für eine große Anzahl von Patienten mit geplanter Koronarangiographie nach ACC/AHA Klasse 2 bietet das Kardio-MRT eine hohe diagnostische Genauigkeit und kann zur Entscheidung bezüglich der Erforderlichkeit einer Koronarangiographie maßgeblich beitragen.